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Die Medici-Dynastie

Macht, Kunst und unendlicher Reichtum zeichneten die Familie de´Medici aus. Sie prägte die Renaissance. Bis heute zählt sie zu den berühmtesten Familien der Welt und ist mit nahezu allen regierenden Adelshäusern Europas verwandt.

Es bestehen viele Mythen um die Anfänge der Medici's. Der am meisten verbreitete ist, dass sie Ärzte gewesen sind, wie der Name "Medicus" schon sagt.

Die Familie de´Medici arbeitete sich mit Fleiß von der Woll- und Tuchproduktion, zum Handels- und Bankkonzern hoch - stellte dabei die höchsten Herzöge, Könige, Königinnen und drei Päpste.

Die Geschichte beginnt mit einem Monopol in der Tuchproduktion. Durch ihren finanziellen Wohlstand unterstützen sie die machtvollsten Persönlichkeiten der Zeit: Päpste, diverse Adelshäuser, Könige und Kaiser.

Zu Beginn des 13. Jahrhunderts trat mit Chiarissimo de´Medici der Erste der Familie in die Politik ein. 1397 legte Giovanni di Bicci de´Medici den nächsten grundlegenden Stein; sowohl für die Familie de´Medici als auch für unser aktuelles Bankwesen. Giovanni di Bicci lernte in Rom sein Bankwesen und arbeitete als Geldverleiher. Durch sein sehr komplexes Denken, setzte er den Grundstein für ein europäisches Bankennetz und brachte mit dem Florentiner Gulden eine Art Vorläufer des Euro in Umlauf. Nach seinem Tod reichte sein Bankennetz bis ins damalige Konstantinopel.

Zu Beginn des 16. Jahrhunderts wurde mit Papst Leo X. der erste aus der Medici-Familie zum Papst gewählt; ebenfalls kam es zu diesem Zeitpunkt zu zwei wichtigen Vermählungen: zwei Medici-Prinzessinnen heiraten damals Könige aus Frankreich und wurden somit zu den ersten Königinnen der de´Medici's

Oftmals vertrieben und in größeren Bandenkriegen verwickelt, ließ sich die Familie de´Medici nie unterkriegen. Von Konkurrenten aus der Politik und aus dem Tuchgeschäft kam es immer wieder zu großen Auseinandersetzungen.
Lorenzo de´Medici, genannt der Prächtige (il Magnifico) zählte zu den schlausten Köpfen der Familie. Er war ebenfalls in der Politik tätig und besetzte sämtliche neueingerichtete Ämter nur mit Medici-Getreuen. Verunsichert und bedroht plante die Opposition ein Attentat auf Lorenzo und seinen jüngeren Bruder Giuliano. In der Sonntagsmesse werden beide Brüder Opfer eines Hinterhalts: Guiliano wird in der Kirche totgestochen während sich Lorenzo retten konnte.

Neben allen Errungenschaften zählen heute Kunst und Architektur zu den größten Leistungen der Medici-Dynastie. Um nur einige wenige, die vom Mäzenatentum profitierten, zu nennen: Filippo Brunelleschi, Masaccio, Filippo Lippi, Donatello, Michelangelos und Leonardo da Vinci. Viele Gemälde, Statuen und Kunstwerke sind heute in den Uffizien, Florenz ausgestellt.

Der letzte einflussreiche Medici starb 1737 mit Gian Gastone, ein Nachfahre von Giovanni di Bicci de´Medici. 

Der Medici Stammbaum